Fear of the Dark - Ein Wacken-Erlebnisbericht

Fear of the dark, fear of the dark
I have a constant fear that something’s always near
Fear of the dark, fear of the dark
I have a phobia that someone’s allways there

Sollte es jemand nicht kennen, das da oben ist Iron Maiden - Fear of the Dark und war damit der große Hit auf dem Wacken Open Air zu dem ich letzte Woche gefahren bin. Iron Maiden als Headliner war schon ziemlich genial, aber wenn man seit Dienstag diesen Song ungefähr 100 mal gehört hat, wird man schon leicht bekloppt.

Gut war das Festival dennoch. Es gab zwar einige Bekloppte die meinten es wäre toll Dixiklos anzuzünden, aber sonst friedlich wie immer und gute Bands. Richtig los ging es ja am Donnerstag mit Iron Maiden. Genialer Auftritt, tolle Show und ich hatte einen richtig guten Platz weit vorne ohne lange anzustehen, da ich zuvor Avenged Sevenfold auf der Black Stage gesehen hab. Ging gut ab.

Am Freitag ging dann das volle Programm ab, Bands die mich interessierten spielten aber erst Abends. Angeschaut wurde Soilwork, welche mich live aber nicht so überzeugen konnten. Dann kam Sonata Arctica, auf die ich mich schon sehr freute. Leider war der Auftritt eher mau, es wurden zwar einige Klassiker gespielt, aber mMn zuviel Neues, welches keine Stimmung aufkommen ließ. Insgesamt hatten sie keine Power. Opeth hab ich mir nicht angeschaut, musste eher Bier tanken.
Danach kamen Children of Bodom als Samstags Headliner. Auftritt war recht unspektakulär, dafür laut. Hab zwar nur die letzte Hälfte gesehen, aber hatte mir mehr Show erwartet. Weiter ging’s mit Corvus Corax, die mit Orchester anreisten und eine komische Mischung ablieferten. War nicht so die Musik um davor zu stehen, eher zum konzentrierten anhören, daher bin ich mit meiner Freundin zu Van Canto gegangen. Und was soll ich sagen, hat gerockt. Van Canto ist eine A Capella Metal Band, welche vier Sänger, eine Sängerin und einen Schlagzeuger hat. Gitarren, etc. werden mit der Stimme gemacht und das klang mal absolut geil. Gespielt haben sie im Zelt, wo es auch gut abging. Kann ich somit nur weiterempfehlen.
Was ich mir dann aufgrund ziemlicher Erschöpfung leider nicht angeschaut habe war Avantasia. Hab es nur vom Zeltplatz gehört und es klang ganz gut. Die Show soll jedoch ziemlich stark gewesen sein. Schluss war dennoch nicht, da ich noch auf die Excrementory Grindfuckers gewartet hab. Die Show war gut, das drumherum vom Festival jedoch nicht. Gespielt haben sie im Zelt was total überfüllt war, sodass ich erstmal am Rand stehen musste. Da gleichzeitig Gorgoroth spielten die ihre unglaubliche Schlechtheit mit extremer Lautstärke kompensieren wollten, hatte ich bei manchen Sachen echt nur eine nicht tolle Mischung. Nach und nach kamen dann auch ein paar Gestalten aus dem Festzelt raus, denen man ansehen konnten, dass sie komische MTV Generation Verlierer waren die sich anscheinend verlaufen hatten, aber trotzdem bis zur Hälfte drin blieben. Naja egal. Am Ende bin ich dann noch mal kurz vor zu Gorgoroth um zu schauen was sie da eigentlich auf der Bühne machen. Drei nackte Frauen an Kreuze gehängt. Ok, sie waren nicht komplett nackt, denn sie trugen ja schwarze Beutel überm Kopf. Gorgoroth at its best.

Entspannt ins Bett gegangen und auf den nächsten Tag gefreut. Da kamen auch einige gute Bands, von denen ich etwas weniger geschaut hab, da die Trinkspiele am Zeltplatz grad so lustig waren. Daher kein Carcass angeschaut, aber mit der Freundin dann zu Killswitch Engage gegangen. Gute Show, gute Songs, sie haben sogar ein Video gedreht, was die Menge dann motiviert hat, noch mehr zu feiern. Da jedoch der Alkoholpegel wieder sank, zurück zum Zelt und auftanken. Wurde dann irgendwann Zeit für Nightwish und meine Feststellung, dass die neue Sängerin mal hart suckt. So Songs wie Wishmaster kann man mit der mal hart in die Tonne treten.
Egal, dafür war Kreator direkt danach mal ein wirklich guter Akt. Der Sänger rief zwar zum größten Moshpit in Europa aus, aber ob das auch wirklich hingehauen hat wage ich mal zu bezweifeln. Jedenfalls sehr unterhaltsam und ordentlich auf die Kacke geknüppelt. :D Als letzte Band des Abends haben wir uns dann auch Lordi angeschaut. Naja was soll man sagen: Bühnenshow wie erwartet gut. Viel Feuer, viel Gimmicks und trotz Regen gute Stimmung und gute Leute um einen rum.

Fazit: Bands waren gut, unsere Zeltnachbarn eher weniger und ziemlich voll. Da ist einfach nicht mehr Platz und ich glaub nächstes Jahr zum 20. Jubiläum wird es schlimmer. Ob ich da hingehe weiß ich nicht, evtl. wenn die Bands extrem gut werden.

Wo war ich sonst noch? Heimreise von Wacken hat mal wieder locker elf Stunden gedauert, A1 Stau ftw. Daher einen Tag bei den Eltern meiner Freundin gechillt und am Dienstag im Phantasialand gewesen. Sehr geil, btw. Wetter war ok, teilweise schön sonnig und ich konnte alle Attraktionen mitmachen, die besten sogar zweimal. Hat sich sehr gelohnt muss ich sagen.

Nun freu ich mich auch mal wieder drauf zu Pokern. Hab ich ja schon ewig nicht mehr gemacht. :>

One Response to “Fear of the Dark - Ein Wacken-Erlebnisbericht”

  1. Eustolia Rohlf Says:

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